Sommertheater 2022

„EINEN JUX WILL ER SICH MACHEN“ von Johann N. Nestroy

In diesem Klassiker geht es um den Handlungsgehilfen Weinberl, der tagtäglich im G`wölb (im Geschäft) des Gewürzkrämers Zangler steht. Als dieser anlässlich seiner bevorstehenden Heirat Weinberl zum Teilhaber ernennt, sieht Weinberl seine letzte Chance gekommen, einmal in seinem Leben etwas Besonderes zu erleben, „ein verfluchter Kerl zu sein“, „sich einen Jux (Spaß, Scherz) zu machen“.

Weinberl: „Ich mach mir einen Jux! Gerade jetzt, auf der Grenze zwischen Knechtschaft und Herrschaft mach ich mir einen Jux. Für die ganze Zukunft will ich mir die leeren Wände meines Herzens mit Bildern der Erinnerung schmücken, – ich mach mir einen Jux!“

Zangler reist für einige Tage in die Stadt und überträgt ihm die Verantwortung für das Geschäft. Doch Weinberl schließt den Laden und fährt gemeinsam mit dem Lehrbuben Christopherl ebenfalls in die Stadt, in der Hoffnung, dort das ersehnte Abenteuer zu finden. Aber der erste, dem sie dort über dem Weg laufen, ist Zangler. Sie flüchten in den Modesalon der Madame Knorr. Weinberl gibt sich als frisch angetrauter Gatte einer Kundin aus, die leider auch gleich darauf erscheint.

Aus dieser Situation erwachsen Turbulenzen und Verwicklungen, die so gar nicht das sind, was Weinberl und Christopherl sich in ihren kühnsten Träumen als „Jux“ vorgestellt haben.

Zum Autor: Johann Nepomuk Nestroy wurde am 7. Dezember 1801 in Wien geboren, studierte als Sohn eines Hof- und Gerichtsadvokaten zunächst Jura in Wien, ehe er sich der darstellenden Kunst zuwendet. Er beginnt 1822 zunächst als Opernsänger am Hoftheater Wien, wechselt 1823 an das Deutsche Theater in Amsterdam, wo er bereits einige Sprechrollen in Lustspielen übernimmt. 1825 geht er nach Brünn, Mitte 1826 nach Graz, wo die komischen Sprechrollen bereits die Gesangspartien überwiegen.

1831 engagiert ihn Direktor Carl ans Theater an der Wien. Dort feiert Nestroy nicht nur als Schauspieler große Erfolge, sondern macht auch erste Schreibversuche, die über Textbearbeitung und kleine Vorspiele hinausgehen. 1832 erzielt er als Bühnenautor bereits einige beachtliche Erfolge.

1833 gelingt ihm mit “Lumpacivagabundus”, seinem (auch später) meistgespielten Werk, endgültig der große Durchbruch als Autor. Er wird zur Leitfigur des vormärzlichen Wiener Volkstheaters, brilliert als Schauspieler künftig vor allem in eigenen Stücken, die er sich und seinen Partnern Scholz,Carl, Grois, später auch Treumann auf den Leib schreibt. 1845 geht er mit Carl ans Leopoldstädter Theater, das er 1854 als Direktor übernimmt und bis 1860 erfolgreich leitet, ehe er sich altersbedingt nach Bad Ischl und Graz zurückzieht, wo er am 25.Mai 1862 stirbt.

Termine immer 20:00 Uhr! Karten kann man ab 10. März 2022 kaufen!

  • Mittwoch, 6. Juli 2022- Premiere
  • Freitag, 8. Juli 2022
  • Sonntag, 10. Juli 2022
  • Mittwoch, 13. Juli 2022
  • Freitag, 15. Juli 2022
  • Sonntag, 17. Juli 2022
  • Mittwoch, 20. Juli 2022
  • Freitag, 22. Juli 2022
  • Sonntag, 24. Juli 2022
  • Mittwoch, 27. Juli 2022
  • Freitag, 29. Juli 2022
  • Sonntag, 31. Juli 2022
  • Mittwoch, 3. August 2022
  • Freitag, 5. August 2022
  • Sonntag, 7. August 2022
  • Mittwoch, 10. August 2022
  • Freitag, 12. August 2022
  • Sonntag, 14. August 2022
  • Mittwoch, 17. August 2022
  • Freitag, 19. August 2022

Kellertheater 2022

Da wir auf Grund der Corona-Situation auch diesen Winter nicht Proben konnten gibt es dieses Frühjahr leider kein Kellertheater. Ob wir im Herbst 2022 spielen werden steht auch noch nicht endgültig fest.

Wir danken für das Verständnis.