Inhalt und Aufführungstermine
„Holzers Peepshow“ von Markus Köbeli, Inszenierung und Regie Sigmut Wratschgo
Zum Inhalt: Eine Bergbauernfamilie steht vor dem Aus, der einstmals große Bauernhof ist auf eine Kuh zusammengeschrumpft, die Jungen möchten in die Stadt ziehen und dort arbeiten, die Eltern können sich mit ihrem Schicksal noch nicht abfinden. Angesichts der vielen Touristen, die täglich auf die Alm kommen und bei ihrem Anwesen vorbeiwandern entsteht die Idee, die Fremden nicht nur die schöne Landschaft genießen zu lassen sondern ihnen auch einen Blick durch das Fenster in den Alltag einer echten Bauernfamilie gewähren zu lassen. Dafür wird eine Kasse außen am Fenster aufgestellt, und nach Einwurf eines Geldstückes öffnet sich der Vorhang in die gute Stube. Dass dieser „Alltag“ aber bald zur „Show“ für die Fremden wird, ergibt sich von selbst. Schlussendlich geht die Idee auf, die Kassa stimmt, die Fremden sind begeistert, erst sehr spät bemerkt die Familie, dass sie sich selbst aber dadurch verloren hat. Trotz des ernsten und überaus aktuellen Themas vor allem in den Tourismusregionen bietet das Stück genügend Raum für Situationskomik, der Humor kommt also nicht zu kurz!
Zum Autor: Markus Köbeli ist ein zeitgenössischer Schweizer Volksstück – Autor. Das Stück wurde 1990 von einer kleinen Dorfgemeinschaft im Berner Oberland gespielt und während eines internationalen Theaterseminars sozusagen entdeckt. Man fand bald einen Übersetzer, der das Stück vom „Schwizer – Dütsch“ ins Deutsch übersetzte und seitdem ist es über einen Verlag im deutschen Sprachraum erhältlich.
Es spielen: Erwin Staudinger, Petra Ertl, Franziska Schwarz, Barbara Hofer, Ernst Hofer
Termine: immer Mittwoch 20Uhr: 26. Oktober, 9.November,

„Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr, Inszenierung und Regie Sigmut Wratschgo
Zum Inhalt: Der Mann und die Frau leben in einer einsamen Hütte in der Nähe der Grenze. Das Schmuggelgeschäft blüht, der Mann übernimmt die Ware und versucht, sie zu verkaufen.Die Grenzjäger wissen davon, können dem Mann aber nichts beweisen. So wird ein Grenzjäger auf die Frau angesetzt, damit sie das Versteck des Mannes verrät. Dies gelingt fast, bis sich die Frau ihrer Macht den Männern gegenüber bewusst wird und sie beide gegeneinander ausspielt. Ein bodenständiges Stück das bis zum Schluss spannend bleibt.
Zum Autor: Karl Schönherr, geboren 1867 in Tirol, schrieb 1914 den Weibsteufel. Trotzdem er mit einer Jüdin verheiratet war, durfte er auch in der nationalsozialistischen Zeit weiterhin als Schriftsteller arbeiten. Weitere Werke sind u. a. „Glaube und Heimat“, „Erde“, und „Der Judas von Tirol“. Er starb 1943 und ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Es spielen: Birgit Kogler, Herbert Offitsch und Günther Großegger
Termine: immer Mittwoch 20Uhr –  2. November, 16.November;